4.05.06 zurück zum Pressearchiv
Zehn Prozent plus bei Bruttobeiträgen für ERV München
Geplante Versicherungssteueränderung belastet Ergebnis
Die Beitragseinnahmen der ERV Deutschland sowie ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen im Ausland stiegen 2005 auf insgesamt 411,3 Mio. Euro (Vorjahr 393,0 Mio. Euro). Im Ausland stabilisierten sich die Bruttobeiträge bei 196,6 Mio. Euro (Vorjahr 198,4 Mio. Euro). Die ERV Deutschland trug mit 214,7 Mio. Euro (Vorjahr 194,6 Mio. Euro, + 10,3 Prozent) zum Gesamtwert bei.
Ein sich wandelndes Marktumfeld, weitere Kostenflexibilisierung und geänderte Rechtsstandpunkte der Steuerbehörden prägten für die Europäische Reiseversicherung AG das Jahr 2005. Insbesondere zeichnete sich ab, dass die Finanzbehörden nunmehr auch die Reisekrankenversicherung in Versicherungspaketen der Versicherungsteuerpflicht unterwerfen, und zwar auch für zurückliegende Zeiträume. Dies führte für die ERV zu einer kurzfristig erforderlichen zusätzlichen Steuerrückstellung in nahezu zweistelliger Millionenhöhe und damit zu einem negativen Jahresergebnis von - 3,1 Mio. Euro (Vorjahr + 8,8 Mio. Euro).
Traditionell ist die Tourismuswirtschaft für die ERV das wichtigste Wirtschaftssegment. "Die Mitglieder dieser Branche, vornehmlich Reiseveranstalter, Reisebüros und Reisevertriebe, sind unsere bedeutendsten Partner", erklärt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Diels. Veränderungen gab es bei der ERV durch eine Produktreform im November 2005. "Mit neuen Bausteinen und Verbesserungen bieten wir das bewährte RundumSorglos-Paket als marktgerechte und innovative Versicherungslösung an. Dabei ist es uns gelungen, die Preise stabil zu halten", so Diels. Neu eingeführt wurde die Eintrittskartenversicherung, die Reisende absichert, die Kurzreisen zu Veranstaltungen wie Musicals, Konzerten oder auch Sportereignissen in aller Welt unternehmen. Das Segment Geschäftsreiseversicherung hat sich im Geschäftsjahr 2005 erfreulich weiterentwickelt. 2005 gab es rund 197.000 Schadensmeldungen, die für 2005 zu einem Brutto-Schadensaufwand von 108,9 Mio. Euro (Vorjahr 114,4 Mio. Euro) führten.
Im abgelaufenen Jahr zeigte sich die wachsende Bedeutung des Auslandsgeschäfts, das durch sinnvolle regionale Diversifizierung zum Ergebnis der Gruppe der ERV beiträgt. 53,3 Prozent des Gruppenumsatzes wurden 2005 im Ausland erzielt. Auch die Umsatzsteigerungen der ERV Deutschland sind wesentlich von Auslandsaktivitäten geprägt. Die Umsätze der im Jahr 2004 neu gegründeten Niederlassungen in Großbritannien und Polen flossen hier in vollem Umfang ein.
Im Geschäftsjahr 2006 wird die ERV den Strukturwandel im Reisevertrieb – die klassischen Produktions- und Vertriebspartnerschaften lösen sich zusehens auf und treten in Konkurrenz zu einander – weiterhin flexibel begleiten. Begünstigt wird diese Entwicklung auch im laufenden Jahr durch die Internet-Technologie. "Die ERV wird die mit dem Internet-Vertrieb verbundenen Chancen nutzen und ihre Marktführerschaft ausbauen. Gerade übersichtlich strukturierte Produkte wie Reiseversicherungen eignen sich ganz besonders für diesen Vertriebsweg", sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Diels. Weitere Chancen sieht das Unternehmen im Ausbau seines internationalen Netzwerks. Dies werde insbesondere unter Qualitätsgesichtspunkten die Wettbewerbsposition verbessern.



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