5.08.09 zurück zum Pressearchiv
Jugend fährt auf Busreisen ab
Die aktuelle Sonderauswertung des Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus zum RDA-Workshop (4. bis 6. August 2009) in Köln hat ergeben, dass 14- bis 19-Jährige mit einem Gesamtanteil von elf Prozent neben Senioren (60- bis 69-Jährige) und Best Agern (50- bis 59-Jährige) die stärkste Gruppe bei Busreisen sind. Der Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus wurde 2007 von der ERV und der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts werden in- und ausländische Übernachtungsgäste zu ihrem Reiseverhalten befragt. Die Sonderauswertung basiert auf 1.300 Interviews mit Busurlaubern und liefert so wichtige Impulse für die Tourismusbranche.
„Die Sonderauswertung ist ein hervorragendes Instrument für alle Entscheidungsträger in der Bustouristik, um zukünftige Trends frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Angeboten auf die Bedürfnisse der Reisenden reagieren zu können“, sagt Hans Stadler, Bereichsleiter Vertrieb Touristik ERV. Die Sonderauswertung zum RDA-Workshop 2009 liefert aussagekräftige Ergebnisse für die Busbranche, unter anderem zu den Themen Reisemotive, Buchungs- und Informationsverhalten, Zielgebietsentscheidung oder Zufriedenheit. Bei der diesjährigen Auswertung ergaben sich vor allem in Hinsicht auf die Altersstruktur interessante Resultate.
Demnach stehen bei den Motiven für eine Busreise bei Jung und Alt vor allem „Spaß und Vergnügen“ sowie „Neues erleben“ im Vordergrund. Insbesondere jüngere Busreisende möchten im Urlaub „Zeit mit ihrer Familie oder Freunden“ verbringen, während für Busurlauber über 60 Jahren die „Abwechslung zum Alltag“ und das „Erholen“ im Vordergrund stehen. Auch bei der Urlaubsart werden Unterschiede deutlich: Ältere Busreisende verbringen lieber einen Erholungs- und Wellness-Urlaub, bei den Jüngeren stehen Fun-Urlaub sowie Winter- oder Aktivurlaub im Fokus.
Bei der Entscheidung für eine Destination stehen Empfehlungen von Freunden und Bekannten mit 67 Prozent an erster Stelle. Auffallend ist auch eine überdurchschnittliche Preissensibilität im Vergleich zu anderen Urlaubern. Erst an dritter Stelle sind Landschaft und Natur ausschlaggebend für die Wahl der Destination. Busurlauber besuchen seltener eine Destination mehrere Male, da sie gerne neue Ziele bereisen. 87 Prozent der Busurlauber sind deshalb Erstbesucher im Urlaubsort.
Kurzfrist-Buchungen stehen bei Busurlaubern hoch im Kurs. Jeder zweite Busurlauber bucht mindestens einen Monat vor Abreise. Dabei zeichnen sich ältere Busreisende durch eine größere Spontaneität aus als jüngere Busurlauber. 56 Prozent der Busurlauber über 60 Jahren haben ihre Reise erst innerhalb der letzten vier Wochen vor Reiseantritt tatsächlich gebucht, bei den Busreisenden bis 30 Jahre sind es im Vergleich dazu nur 17 Prozent.
Ältere und jüngere Busurlauber unterscheiden sich außerdem deutlich in ihrem Informationsverhalten. Ältere Busurlauber informieren sich vorrangig über Bekannte und Freunde sowie über die Prospekte und Kataloge der Reiseveranstalter. Bei den Busurlaubern unter 30 Jahren stehen Informationen aus dem Internet an erster Stelle. Da es sich bei jüngeren Reisenden häufig um Klassen- oder organisierte Gruppenfahrten handelt, verlassen sich viele auch auf die Reiseorganisation durch Stellvertreter.
Insgesamt sind Busurlauber mit einer durchschnittlichen Bewertung von 1,7 mit ihrem Urlaub sehr zufrieden. Besonders zufrieden sind Busurlauber mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Auffallend ist, dass jüngere Busurlauber alle Teilaspekte wie Gastronomie, Unterkunft und Angebot deutlich kritischer bewerten als ältere Busurlauber.
Die Ergebnisse der Sonderauswertung wurden heute im Rahmen eines Pressegesprächs der ERV auf dem RDA-Workshop in Köln vorgestellt. Ab sofort sind sie - ebenso wie die Ergebnisse der Sonderauswertung 2008 - online unter www.qualitaetsmonitor-deutschland-tourismus.de im Bereich „Ergebnisse/Publikationen“ abrufbar.
Weitere Informationen:
Bildmaterial finden Sie zum Download unter www.erv.de/presse



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