Krankenversicherung für Auslandsreisen

Unfälle, Verletzungen und Erkrankungen können im Ausland immer passieren und zählen zu den Hauptgründen für einen vorzeitigen Abbruch der Reise. Mit der richtigen Krankenversicherung hat man dann Glück im Unglück.

„Im Urlaub passiert schon nichts" – So oder so ähnlich lautet das Motto vieler Urlauber. Doch was, wenn Sie im Urlaub ausrutschen, stürzen und sich Arm oder Bein brechen? Unfälle, Verletzungen und Erkrankungen können, trotz größter Sorgfalt, immer passieren und zählen zu den Hauptgründen für einen vorzeitigen Abbruch der Reise.

 

Und wie geht es dann weiter? Wie ist die medizinische Versorgung im Reiseland? Kann ich mich mit den zuständigen Ärzten verständigen? Wer bezahlt die Rechnungen? Fragen, mit denen man sich im Fall der Fälle nicht auch noch beschäftigen möchte. Aus diesem Grund ist eine private Auslandskrankenversicherung für jede Reise empfehlenswert. Schon für ein paar Euro kann diese, u.a. bei speziellen Reiseversichereren wie der ERV, erworben werden. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt und so enthalten viele Angebote nicht die, im Notfall, gewünschten Leistungen. Der Teufel steckt hier meistens im Detail!

 

Medizinische Versorgung ist im Ausland ohne private Krankenversicherung meist sehr kostspielig. Die Kosten für einen Krankenrücktransport beispielsweise werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Und der kann teuer werden. So können für einen Rücktransport aus Italien bis zu 20.000 Euro an Kosten auf Sie zukommen. (Der Rücktransport aus den USA nach Deutschland kann beispielsweise bis zu 60.000 Euro kosten). Genau deshalb raten auch viele gesetzliche Krankenkassen ihren Mitgliedern zu einer privaten Vorsorge. Wir sagen Ihnen, worauf Sie in den Versicherungsbedingungen achten sollten:

  • Übernahme der Kosten für den Rücktransport: Diese sollten bereits dann übernommen werden, wenn der Rücktransport „ medizinisch sinnvoll und vertretbar“ ist. Bei vielen Versicherungen werden die Kosten nur dann übernommen, wenn der Rücktransport „medizinisch notwendig“ ist, d. h. der Patient wird nur dann nach Hause transportiert, wenn er vor Ort nicht entsprechend medizinisch versorgt werden kann. Die Entscheidung über die Transportfähigkeit wird dabei von den behandelnden ausländischen Ärzten getroffen. Beim „medizinisch sinnvollen und vertretbaren“ Rücktransport wird die Entscheidung von den Ärzten der Notrufzentrale des Versicherers gemeinsam mit dem Patienten getroffen, sofern dieser, aus medizinischer Sicht, transportfähig ist. Die Gesundheit und eine schnelle Genesung in der Nähe der Familie zu Hause haben dabei oberste Priorität.
  • 24 Stunden telefonische Notfallhilfe: Achten Sie darauf, dass dieser Service angeboten wird und die Versicherung auch wirklich rund um die Uhr erreichbar ist. Somit haben Sie die Möglichkeit, jederzeit mit einem Arzt in Deutschland zu sprechen, der die Versorgungsmöglichkeiten im Reiseland kennt. Dieser kann auch für Sie mit den Ärzten vor Ort kommunizieren, die Möglichkeit auf eine Weiterreise abschätzen oder Sie bei einem Rücktransport nach Deutschland begleiten.

 

Eine private Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen, wenn Sie im Ausland erkranken. Allerdings nur, wenn die Krankheit akut aufgetreten oder eine Unfallverletzung ist. Nicht übernommen werden die Kosten, wenn mit der Krankheit zu rechnen war oder diese aufgrund einer Vorerkrankung entstanden sind. Ebenfalls nicht abgedeckt sind Kosten für ärztliche Maßnahmen, wenn diese Anlass für die Reise waren.

 

Zu Leistungseinschränkungen und -ausschlüssen kann es auch bei sogenannten Risikoreisen kommen. Wer also zum Speedklettern in die USA reist, sollte sich vor der Reise auf jeden Fall bei seiner Versicherung informieren und entsprechende Sondervereinbarungen treffen.

 

EHIC ersetzt die Auslandskrankenversicherung nicht!

Die European Health Insurance Card (EHIC) ist nur in Ländern der Europäischen Union oder in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, gültig. Damit haben Sie Anspruch auf eine sogenannte medizinische Grundversorgung, müssen aber mit privaten Zuzahlungen rechnen.

 

Kümmert sich die Botschaft um mich, wenn ich im Ausland ernsthaft erkranke?

Die deutschen Auslandsvertretungen stehen in speziellen Notfällen zur Verfügung. Die geleistete Hilfe des Konsulats muss allerdings in vollem Umfang zurückerstattet werden. Auch aus diesem Grunde rät das Auswärtige Amt zu einer privaten Vorsorge.

 

In meiner Kreditkarte ist eine Auslandsreisekrankenversicherung bereits integriert. Reicht der Versicherungsschutz aus?

Die Leistungen der einzelnen Reisekrankenversicherungen sind bei den Kreditkartenanbietern unterschiedlich. Prüfen Sie die Versicherungsbedingungen vor dem Urlaubsbeginn ganz genau. Mögliche Nachteile sind:

  • Der Rücktransport wird nur dann erstattet, wenn er als "medizinisch notwendig" eingestuft wird.
  • Der Versicherungsschutz hängt davon ab, ob die Reise komplett mit der Kreditkarte bezahlt wurde.
  • Die medizinischen Leistungen werden nur bis zu einem Maximal-Betrag erstattet oder sind auf eine Anzahl von Tagen begrenzt.

 

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