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Im Urlaub außerhalb Europas finanziell flüssig bleiben

Am besten unterschiedliche Zahlungsmittel kombinieren!

Wechselstuben und Umrechnungskurse sind für viele Urlauber seit Jahren passé - der Euro macht’s möglich. Denn gerade die beliebtesten Reiseziele der Deutschen, Österreich, Spanien und Italien, liegen in „Euroland“.

 

Wer seine Ferien allerdings außerhalb Europas plant, bekommt es schnell wieder mit Fremdwährungen zu tun – vom US-Dollar bis zur türkischen Lira, vom thailändischen Baht bis zur indischen Rupie. Um dennoch garantiert liquide zu bleiben, ist eine Kombination aus Bargeld, Reiseschecks und Kreditkarten sinnvoll, raten die Experten der ERV Europäische Reiseversicherung.


Startguthaben schon zuhause wechseln

Oft ist bei der Urlaubsplanung schwer abzuschätzen, welche Summe vor Ort letztendlich benötigt wird. Für die finanzielle Ausstattung allein auf Bargeld zu setzen, verbietet sich zudem schon aus Gründen der Sicherheit. Daher raten die ERV-Experten zu einem durchdachten Mix von Zahlungsmitteln, der genügend Spielraum für Notfälle – und spontane Reisekäufe – lassen sollte.
Die ersten Devisen werden meist bereits kurz nach der Landung gebraucht: Die schnelle Tasse Kaffee am Flughafen, die Taxi-Fahrt zum Hotel, das Trinkgeld für den Kofferträger – eine kleinere Summe sollten Urlauber dafür am besten schon bei der Anreise in der Landeswährung mit sich führen, raten die Reise-Experten. Wer sich nur auf die Wechselstuben vor Ort verlässt, steht sonst unter Umständen erst einmal mit leeren Händen da: Abends oder am Wochenende haben die Schalter nicht selten geschlossen.

 

Nachschub aus dem EC-Automaten

Sind die ersten Ankunftshürden genommen, lassen sich erschöpfte Bargeldreserven in vielen Urlaubsorten bequem am Geldautomaten wieder auffüllen. Doch Vorsicht: Selbst im Euro-Ausland können für Abhebungen mit der EC-Karte bis zu zehn Euro Gebühr fällig werden! Einzige Ausnahme: Verfügt die Hausbank des Karteninhabers über Partnerbanken im Urlaubsland, ist die Benutzung der entsprechenden Geldautomaten auch hier in der Regel kostenfrei. Dazu noch ein Sicherheits-Tipp der ERV-Experten: Wer Angst vor Missbrauch seiner EC- oder Kreditkarte hat, sollte sich – egal ob beim Bezahlen oder Geldabheben – immer Datum und Betrag notieren. Wenn man am Geldautomaten mit der EC-Karte trotzdem kein Geld abheben kann, könnte das unter Umständen an der EC-Karte selbst liegen. Um Ihre Kunden vor sogenanntem „Skimming“ zu schützen haben Banken Ende 2010 europaweit auf ein sicheres Zahlsystem umgestellt, welches über den Chip der EC-Karte funktioniert. Der Magnetstreifen wird weitestgehend nur noch zum Öffnen der Türen oder Drucken von Kontoauszügen verwendet. Außerhalb der EU wird der Magnetstreifen aber noch zum Geld abheben verwendet, weshalb man sich vor Reiseantritt bei der Hausbank erkundigen sollte, ob dieser evtl. noch freigeschalten werden muss.

 

VPay-Chip

Noch schwieriger wird es hingegen mit dem Geld abheben, wenn die EC-Karte mit dem neuen Vpay-Chip ausgestattet ist. Diese Karten sind außerhalb Deutschlands nur mit einem entsprechenden Chiplesegerät verwendbar. In diesem Falle hilft es auch nichts den Magnetstreifen frei zu schalten. Wenn kein Lesegerät vorhanden ist, kann auch kein Geld abgehoben werden. Hierbei muss sich der Urlauber bereits vor der Reise ins Ausland eine Alternative überlegen um an Bargeld zu kommen.
EC-Karten mit dem blau-roten Maestro-Symbol sind aber nach wie vor problemlos im Ausland einsetzbar.
 

Kreditkarten – wichtig auch als Sicherheit

Viele Kreditkarten-Anbieter werben gerade in der Urlaubszeit mit attraktiven Extra-Konditionen. Interessant für Reisende ist hier wiederum die Frage nach den Gebühren: Manche Karten gestatten etwa kostenlose Bargeld-Abhebungen an Automaten im In- und Ausland – häufig gilt dies aber nur innerhalb des Euroraums. Nur einige wenige Anbieter verzichten auf die so genannte Auslandseinsatzgebühr: Sie beträgt üblicherweise ein bis zwei Prozent der Kaufsumme und wird für Bezahlvorgänge im Ausland erhoben. Vor der Reise lohnt sich daher nicht nur ein Blick ins Kleingedruckte, sondern eventuell auch ein Wechsel des Kreditkarten-Anbieters. Grundsätzlich sollte eine Kreditkarte nämlich auf keiner Reise fehlen, so die Experten der ERV. Denn sie ist nicht nur ein praktisches Zahlungsmittel, sondern dient auch vielen Hotels oder Autovermietungen als Sicherheit.


Geht die Karte im Urlaub verloren oder wird sie gar gestohlen, ist schnelles Handeln Pflicht: Die Reise-Experten der ERV empfehlen daher dringend, schon vor Abreise die Kreditkartennummer sowie die Notfall-Nummer des Kreditinstituts auf einem extra Zettel zu notieren – das spart im Ernstfall Zeit für die Recherche. Zudem sind die meisten Kreditkartenunternehmen mittlerweile unter der einheitlichen „Finanz-Notrufnummer“ 0049/116 116 erreichbar, bei der man auch den Verlust von EC- oder Mobilfunkkarten melden kann. Welche Institute im Einzelnen beteiligt sind, lässt sich unter www.sperr-notruf.de nachlesen.

 

Reiseschecks für mehr Unabhängigkeit

Wer an abgelegene Orte reist, der ist mit sicheren Reiseschecks in der Regel gut beraten: Die Schecks sollte man – in der gewünschten Währung – etwa eine Woche vor Reiseantritt bei der Hausbank bestellen, empfehlen die ERV-Experten. Dafür wird eine Gebühr von ein bis zwei Prozent fällig. Bei der Abholung müssen sie einmal vor den Augen des Bankmitarbeiters unterschrieben werden. Zudem erhält der Kunde eine Verkaufsquittung, auf der jede einzelne Scheck-Nummer angegeben ist. Diese Liste ist besonders wichtig und sollte unbedingt getrennt von den Schecks aufbewahrt werden: Im Falle eines Diebstahls ist sie die Garantie dafür, dass die Schecks – in der Regel innerhalb von 24 Stunden – ersetzt werden, und das übrigens weltweit.


Travellerschecks können dann bei nahezu jeder Bank im Urlaubsland in Bargeld umgetauscht werden. Zur Sicherheit muss der Besitzer sie dort erneut unterschreiben. Wurden unterwegs nicht alle Schecks gebraucht, nimmt die Bank sie nach der Heimkehr, in der Regel gegen eine geringe Gebühr, wieder zurück.



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