Vorsicht vor gefährlichen Quallen

Das Department of Marine and Coastal Resources in Thailand hat in der vergangenen Woche eine Warnung vor giftigen Quallen vor Phuket ausgesprochen. In den letzten Wochen kam es im Andaman Meer wiederholt zu Vorfällen, bei denen Touristen nach einem Quallenbiss behandelt werden mussten.

Gefährliche Quallen beschränken sich jedoch nicht nur auf Südostasien. Auch in anderen Ozeanen und Meern sind sie zu finden.
Auch wenn jedes Jahr nur ein paar Urlauber schwer von Quallen verletzt werden oder gar nach dem Kontakt mit einer äußerst giftigen Qualle sterben, sollte man die Gefahr die von diesen Tieren ausgeht nicht unterschätzen.
Wenn es auch Quallen gibt die dem Menschen nichts antun können, so gibt es doch auch Exemplare, die mehr als nur die Haut schädigen können. Sie können tödlich sein. Im Folgenden möchten wir Ihnen drei Quallenarten vorstellen, denen Sie besser aus dem Wege gehen sollten:

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Portugiesische Galeere: Ihren Namen hat sie von einer ausgeprägten violetten Wölbung auf der Oberseite, die wie ein Segel wirkt. Am häufigsten anzutreffen vor der Ost- und Westküste der USA, Hawaii und im Golf von Mexico. Gesunde Menschen überstehen die von ihrem Gift ausgelösten Verbrennungen ohne Lebensgefahr. Bei geschwächten Menschen oder Allergikern kann es zu einem allergischen Schock kommen.


Würfelqualle: Auch Seewespe genannt. Ist eines der giftigsten Lebewesen der Welt und bewohnt die wärmeren Meere. Das Gift der Seewespe wirkt hauptsächlich auf die Nerven und kann zu Lähmungen der Herzmuskulatur und der Atmung führen. Ohne sofortige medizinische Notmaßnahmen kann es innerhalb weniger Minuten zum Tode kommen. Eine besonders gefährliche Spezies der Würfelqualle ist der winzige Irukandji, der es sich besonders an der Ostküste Australiens heimisch fühlt.


Gelbe Haarqualle: Umgangssprachlich auch Feuerqualle genannt, ist die weltweit größte Qualle. Ihr Körper kann bis zu drei Metern groß werden. Am häufigsten vorzufinden ist sie im Atlantik und auch in der Nord- und Ostsee. Ihr Gift verursacht allergische Reaktionen der Haut, die wie Verbrennungen behandelt werden.

Was ist zu tun, wenn ich von einer Qualle gebissen wurde:

  • Vermeiden Sie es den verletzten Bereich zu berühren oder Ihre Arme und/oder Beine mehr als notwendig zu bewegen. Dies kann zu weiteren Verletzungen führen, wenn die Tentakel noch nicht von Ihrer Haut entfernt wurden.
  • Waschen Sie den verletzten Hautbereich sofort mit Meerwasser ab um alle Tentakel zu lösen. Benutzen Sie zum Waschen kein frisches Wasser, Alkohol, Bleiche oder Ammoniak, da dies zu weiteren Verletzungen führen kann. Bei Kontakt mit der Seewespe und nur dort, sollten Sie mit Essig nachspülen, um die Haut zu neutralisieren.
  • Entfernen Sie so viele Tentakel wie möglich mit einem Plastikgegenstand (z.B. Kreditkarte). Alle weiteren Teile der Qualle besprühen Sie entweder mit Rasierschaum oder einer Mixtur aus Salzwasser und Backpulver bzw. Talkumpuder. Warten Sie bis die Masse getrocknet ist und kratzen Sie die Schicht dann vorsichtig ab.
  • Schmerzen und Juckreiz lassen sich am besten mit Eis und handelsüblichen Cremes lindern.

Wie kann ich vermeiden von gefährlichen Quallen gebissen zu werden:

  • Machen Sie einen großen Bogen um Gegenden die für Ihre Quallenvorkommen bekannt sind. Meiden Sie auch Badegegenden windabwärts oder Strände an denen bereits Quallen an den Strand gespült wurden.
  • Tragen sie einen Neoprenanzug oder andere Schutzkleidung, wenn sie in Gebieten schwimmen oder tauchen in denen Quallen vorkommen können.
  • Fragen Sie ortsansässige nach Rat bevor Sie baden gehen. Besonders in gefährdeten Gegenden.
  • Schwimmen sie nicht im Meer, wenn Quallen in der Nähe oder bereits an den Strand gespült wurden. Schwimmen sie auch nicht zwischen Quallenschwärmen hindurch, denn oft können Sie die Tentakel im Wasser nicht erkennen.


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